Biotech: Unternehmen im Kaufrausch – Chancen für Anleger

Der Vermögensverwalter Rhein Asset Management (Düsseldorf und Luxemburg) hatte schon im Sommer Celgene explizit als Übernahmekandidaten im Blick. Für Investoren sind solche Fusionen hochinteressant – und gerade im Biotech-Sektor ist viel Bewegung bei Unternehmenskäufen.

Wie am 3. Januar bekannt geworden ist, will der Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb den Biopharma-Spezialisten Celgene für etwa 74 Milliarden US-Dollar übernehmen. Celgene-Aktionäre sollen pro Aktie ein Wertpapier von Bristol-Myers Squibb, 50 US-Dollar in bar und das Recht auf weitere Erfolgszahlungen erhalten. Die Großtransaktion soll einen führenden Hersteller von Biopharma-Medikamenten mit dem Fokus auf Krebsmedikamente, Entzündungen und Erkrankungen des Immunsystems und der Blutgefäße formen.

„Wir haben bereits im Sommer darauf hingewiesen, dass es in der Biotech-Industrie zu hochkarätigen Übernahmen und Fusionen kommen kann und haben explizit auch Celgene als aussichtsreichen Übernahmekandidaten genannt. Es ist wichtig, diese Entwicklungen genau zu beobachten, um daraus Rückschlüsse auf potenziell lohnende Werte für die Aktien-Vermögensverwaltung zu ziehen“, sagt Dr. Martin Stötzel, Managing Partner und Mitgründer der unabhängigen Vermögensverwaltung Rhein Asset Management mit Sitz in Düsseldorf und Wasserbillig (Luxemburg). Er befasst sich für seine Mandanten regelmäßig mit Biotech-Werten.

M&A-Aktivitäten sind für viele Unternehmen echte Werttreiber und können Investoren viel Geld in die Kasse spülen. Celgenes Aktie ist um den Jahreswechsel im Zuge der Übernahmegerüchte um fast 33 Prozent gestiegen. Weitere Beispiele: Der US-Biotech-Gigant Gilead Sciences hat im Sommer 2017 für 11,9 Milliarden US-Dollar das kleine US-Biotech-Unternehmen Kite Pharma übernommen, das zuvor mit etwa 2,3 Milliarden US-Dollar an der Börse bewertet wurde. Und Pharmariese Eli Lilly hat sich Armo Biosciences für 1,6 Milliarden US-Dollar einverleibt. Das bedeutet einen Aufschlag von 200 Prozent im Vergleich zum Niveau von 17 US-Dollar pro Aktie beim Börsengang. Auch beim deutschen Unternehmen Medigene bestehen Übernahmegerüchte, obwohl es zuletzt nur knapp acht Millionen Euro Umsatz machte und keinen Gewinn.

Mit der Celgene-Übernahme erhöht Bristol-Myers Squibb den Druck auf die Konkurrenz. „Dazu passt, dass die US-Pharmaindustrie laut einer Studie 160 Milliarden US-Dollar im Ausland bunkern und händeringend nach Übernahmezielen suchen. Biotech-Investoren sollten sich also fragen: Hat ein Unternehmen das Potenzial, sich über die Jahre hinweg stark zu entwickeln und dann durch eine Übernahme einen enormen Gewinnsprung hinzulegen, um damit die Basis für einen lukrativen Exit zu schaffen?“, betont Martin Stötzel.

„Wir beobachten M&A-Aktivitäten und Übernahme- und Fusionsgerüchte in bestimmten Märkten wie dem Biotech-Sektor sehr eng, um frühzeitig für die Mandanten einsteigen zu können. Die jetzt erfolgte Celgene-Transaktion hat gezeigt, dass wir mit diesem Weg durchaus erfolgreich sind“, sagt Martin Stötzel.

 

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